Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(91)


Mares

Schiffsname:
Mares

Crew:

  Mario 54, Esther 59, Laura 12, Martinique, Januar 2018

Beruf: Unternehmer, Sozialpädagogin, Schülerin
 Nationalität:  Schweiz

Schiffstyp und Größe:

Bootstyp:Katamaran - Model: Balticat 43 
Größe: L 13.20m, B 6.92m, T 1.10m, G 5.8T, 
Erbauer: St. Hüttermann, Balticat Werft, Jg2008
Material: Epoxy Composite

Route der Weltumsegelung:

16. August 2011 Start in Italien - Kurs gekreuzt am 04.Januar 2018 vor Martinique
2011: Italien, Slovenien, Kroatien, Italien, Balearen, Gibraltar, Kanaren
2012: Kap Verden, Barbados, Grenadines, Bonaire, San Blas, Panama, Las Perlas, Galapagos, Osterinsel, Pitcairn, Gambiers
2013: Retour Pitcairn, Gambiers, Tuamotus, Gesellschaftsinseln, Niue, Tonga, Neukaledonien 
2014: Vanuatu, Neukaledonien, Neuseeland 
2015: Tonga, Fiji, Vanuatu, Torrestrasse, Indonesien, Singapor, Malaysien 
2016: Thailand, Sri Lanka, Rodrigues, Mauritius, Reunion, Südafrika
2017: Namibia, Saint Helena, Fernando de Norhona, Französisch Guyana 
2018: Tobago, Martinique.......Richtung Europa
Sieben Jahre sieben Meere, 38´500nm

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Ward Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff gewesen?

a) Mares ist für uns das optimale Schiff . Auf allen Passagen kam nie ein Gefühl von Unsicherheit auf.

b) Für die Barfussroute und mehr, ein Katamaran der Seglerklasse. Der Markt für Cats mit einem guten Grösse-, Gewichts-Verhältnis, die dazu sicher und gut segeln, ist klein.  Balticat baut nun die Schionning Arrow 1500, was ein interessantes Design ist.

Aber Traumschiff? ....Also einmal mit einem grossen Trimaran der Spitzenklasse über den Pazik zu brettern, das wäre schon was. Hierzu ein Erlebnis: Bei Brasilien, nähe Fortalezza vor Morgengrauen zeigte das AIS "Etwas" an, das mit über 30kn auf Kollisionskurs war. Das muss ein AIS Fehler sein, dachte ich und schaute nach ein paar Minuten noch mal. Da war immer noch diese unglaubliche Anzeige. Unser Logbucheintrag hierzu: "22.11.2017, 04.30, 2°17S, 36°13W,COG 296°, SOG 8kn, Wind 15kn, 115° AIS Data von Maxi Solo Gitana: 34kn, COG 314°, CPA 7.5nm, TCPA 8`40." Und das bei Wind von 15kn und See 1m!

2) Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Lebensunterhalt mit Liegegebühren:
Um die 25 - 35 T € je nachdem wo wir uns befanden und welche Extratouren wir an Land unternahmen oder ein Heimflug dabei war, mit den daraus resultierenden Mehrkosten. Im Pazifik haben wir sehr viel geankert und nachdem wir den Locals einiges abgeschaut haben, sind wir fischen gegangen und haben Landesprodukte in unseren Speiseplan aufgenommen. A là Kokosnüsse satt.

b) Schiffsunterhalt mit Versicherung:
Versicherung: 3T- 7T €/J nach Segelgebiet. Unterhalt: 3-15T€/J ohne Neuanschaffungen. Anfangs waren die Ausgaben hoch. Wir haben dann nach schlechten Erfahrungen mit den "Yachtspezialisten" viel selber oder mit Hilfe von Seglern mit entsprechender Ausbildung, reparieren können.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich 

a) gut bewährt,

a) Wasserfilter; Trinkwasser Vorfilter und Carbonfilter 10", 80 Ltr Chromstahlwassertank, Getreidemühle, Haferquetsche, Vakumieraparat, Angelleinen Polynesian Style, Regenwassersammler mit Filter, Sprossenglas, Silentwind, Solara Zellen, Vion Meteogerät, Rigg Mast und Schoten von Herot, Caframo Scirocco Ventilator , Hypalondinghi 3.3m, Kayaks aus Polyäthylen, Segel und Ruder Dinghi Trinka, Yamaha 15Hp 2Tkt, Sterling pro Alt c Regler, 1 MPPT Regler für je 2 Panele, Jabsco Zubehör, Lofrans Tigra Winch, Elektrik Instalation, 100m Kettenwälder Chromox Kette 10mm, Jambo Anker 32kg, Yaesu Amateurradio, Pactor III, Shakespear Peitschenantenne, Matsutec AIS, Iridium Extreme, Herot Lyros Tauwerk, kleiner Medion PC, Freediver.

b) welche machten Ärger?

b) Meist eigene Anfängerfehler. Ansonsten sind viele zugekaufte Ausrüstungsteile, welche mit Yacht angeschrieben sind, Fehlkonstruktionen oder sind dafür gemacht, bald kaputt zu gehen. 
Verrostet, auseinandergefallen, nicht funktionsfähig, zu schwach gebaut, ...... waren: Chromstahlkette 8mm, Radautopilot, Volvo Kontrollunit, Abdichtung Ruderschaft, Ruderarm, Autopilotpumpe, el. Gasabschalter, VHF, Ladegeräte 12V für PC,

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Ein Wassermacher vielleicht, aber eben der Unterhalt. An abgelegenen Ankerplätzen war meist ein Thema:"Wie reparieren wir den!" Tauchkompressor, grosser Topladerkühlschrank nur für Gemüse und Obst, Lithiumbatterien wegen Gewicht und Leistung, leichten 2.Anker mit Form von Rocna oder Bügel aus hochfestem Alu, grosses Lüftungsfenster in Frontscheibe, ein bischen grösseres Leichtgewicht Ruder-Segel - Dinghi 

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?

a) keine

b) Kasko, Haftpflicht

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Las Palmas, Grenada, San Blas, Galapagos, sowieso der ganze Südwest Pazifik, dort speziell; Osterinsel, Gambiers, Vanuatu, Fiji Lau Gruppe, Tonga Hapai, dann Knysna Südafrika, 8000km Campingtour in Namibia`s und Botswana`s Wildlifeparks mit Geländewagen, Karibik zum rumhängen

b) Panama wegen Hitze und Luftfeuchtigkeit, Sri Lanka wegen extremer Hitze, Französisch Guyana wege massiv hoher Luftfeuchtigkeit. Aber auch diese Orte waren so speziell und hatten ihre Reize, wir würden diese Erfahrungen dort nicht missen wollen.

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Ja und meer. Es war jedoch grösserer Aufwand nötig um Familie und Schiff "instandzuhalten" als zuvor angedacht. Das Leben auf kleinem Raum in dieser grossen schönen Welt, das stete Anpassen an Neues und sich dabei selber gerecht werden, dazu noch all unsere Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, setzte den vollen Einsatz aller voraus. 

8) Was würdest Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Noch länger im Pazifik bleiben, in der Süd-Zyklonzeit auch den Nordpazifik bereisen, Australien besuchen, Thailand länger bereisen, In Indonesien mit einer Rally unterwegs sein.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Saildrive Totalschaden kurz nach Abfahrt Italien, der Mechaniker hat beim Service einen Saildrive nicht mit neuem Oil gefüllt und ich .*.*. habs nicht kontrolliert, Dicke verankerte Fischerleine mit Bambusstangen eingefangen nachts in Bangkasee Indonesien, zum Glück mit wenig Wind, heftiger Sumatra in der Malakastrasse, null Sicht, starken Blitzen und zu vielen Fischern in nächster Nähe, zwei Wochen Hitzezeit in Sri Lanka Galle 38° von 9.30-17.00Uhr, nahezu Walkollision in Vollfahrt im Südindik. Soo schlimm war Obiges aber auch nicht.

10) Wie geht Dein Leben weiter?

Wir wollen bis Sommer 2018 nach Europa segeln und schreiben Mares wahrscheinlich zum Verkauf aus. Kehren in unser Zuhause und Arbeit zurück. Laura kann längere Zeit in dieselbe Schule gehen. Und wenn uns der Hafer sticht.......... würden wir gerne nochmals los.

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