Trick-Siebzehn an Bord (2)


wirkungsvoller Ersatz für Feuerwaffen an Bord

mitgeteilt von Hansjörg Hennemann

Lieber Bobby,
ich bin regelmäßiger Leser Ihrer Homepage und möchte diesen Leserbrief auch dazu nutzen, Ihnen mitzuteilen, dass ich Ihre Antworten, Kommentare und Ratschläge mit großen Interesse lese. Ich habe Ihren Zeilen manchen guten Hinweis entnehmen können – vielen Dank und weiter so!
Diesmal fühle ich mich berufen zu einem Thema Stellung zu nehmen, welches Sie vor einigen Monaten erörtert haben: Waffen an Bord.

Ich möchte eine Alternative zu den Extremen „gar nichts“ und „Feuerwaffe“ in den Raum stellen, mit der ich recht gute Erfahrungen gemacht habe: die Steinschleuder oder Zwille. Ihre Vorteile sind rasch aufgezählt: Sie macht keinen Ärger mit Behörden, sie kostet fast nichts und rostet nicht, ihre Munition ist am Strand zu finden (kostet nur bücken), man kann den Umgang mit ihr fast überall üben und perfektionieren, man läuft nicht Gefahr das eigenen Boot zu versenken, wenn man mal „daneben“ schießt, sie ist in einem engen Boot und im Dunklen vergleichsweise gut und geräuschlos zum Einsatz zu bringen und man kann sie in mehrfacher Ausführung an Bord haben (in jeder Kabine eine).
Klar, auch ich kann mir Situationen vorstellen in denen eine Faustfeuerwaffe oder ein Gewehr einer oder mehreren Zwillen überlegen ist. Wer aber aus ethischen, rechtlichen oder praktischen Gründen eine Feuerwaffe ablehnt und dennoch nicht mit gänzlich leeren Händen dastehen will, mag sich mit einer Zwille nicht ganz so wehrlos und schutzlos vorkommen. Ein „gesalzener“ Treffer auf die Hand oder das Knie wird mit Sicherheit jeden Bösewicht von seinem ursprünglichen Ansinnen abbringen. Und: Stellen Sie sich mal eine fünfköpfige Familie vor, die einen Eindringling mit 5 Zwillen im Anschlag an Bord begrüßt ...

Drei Tipps am Rande: 1. 10-mm-Gummiband vom Bootsausrüster eignet sich prima. 2. Glasmurmeln habe tolle Weitflug- und Treffeigenschaften. 3. Eine Zwille begleitet mich in den Tiefen meines Rucksacks stets auch bei Landausflügen: So manchem griechischen Straßenköter konnte ich mit ihr im Anschlag recht bewusst gegenübertreten.
Mit freundlichen Grüßen
und dem Wunsch, dass auch eine Zwille nie zum Einsatz kommen muss
Hansjörg Hennemann, Frankfurt

Zusatztipp von Kai:

Noch billiger als das 10mm Gummiband vom Yachtausrüster ist der Schlauch eines Auto- oder besser noch Traktorreifen. Den bekommt ihr, wenn defekt, kostenlos beim Reifenhändler. Aus dem Schlauch einfach die entsprechenden Bänder schneiden und fertig.
Das habe ich schon als 7 jähriger ausprobiert - manche Glasscheibe ging zu Bruch. Ansonsten Klasse Idee mit der Zwille.
Kai


Anmerkung von Bobby Schenk: Danke, dass Sie diesen Trick vor dem Vergessen bewahrt haben. Kein geringerer als Bernard Moitessier, wohl der "berühmteste Vereinfacherer unter Segel" hat die Zwille dazu benutzt, auf seiner sagenhaften Reise "der verschenkte Sieg" Filmmaterial und einen Brief von der Joshua auf das Deck eines vorbeifahrenden Frachters zu schießen - auch eine Art von Telekommunikation!

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