Trick-Siebzehn an Bord (88)


bequemes Leesegel

In der Praxis erprobt von Norbert, Skipper der Sturmvogel

Der Küstensegler wird sichs nicht vorstellen können: Wie es ist, wochenlang Lage schieben zu müssen. Oder - im Passat - 14 Tage lang in der Koje umherzurollen. Häufig bieten Werften Kojenbretter an, die zwar das Rausfallen aus der Koje zuverlässig verhindern, aber schwer, hart und sperrig sind, ausserdem den unter der Koje befindlichen wertvollen Stauraum  versperren. Norbert, der diese Rubrik schon mal um den praktischen und extrem nützlichen Tagestank bereicherte (hier), hat eine pfiffige Lösung des Problems gefunden, die alle Nachteile eines Kojenbretts nicht hat, und leicht mit Bordmitteln ohne finanziellen Nachteil in ein paar Stunden kopiert werden kann. Er schreibt:

"Bevor wir den Atlantk überquerten habe ich eine Menge Details an unserer Hallberg Rassy 38 angebaut. Unter anderem auch ein Leesegel an dem Stb. Sofa im Salon. Die BB-Seite war geschützt durch den Salontisch mit verschiedenen "Polsterteilen".

An dem Kopf-und Fußende wurden 2 kleine U-Bolzen mit Hutmuttern angebracht. Am Kopfende dann zusätzlich eine kleine Curry-Klemme. Das Leesegel ist aus Sunbrella und ca 30 cm hoch über der Liegefläche befestigt. Die Höhe kann je nach Bedarf beliebig gewählt werden.

Das untere Teil des Leesegels ist an dem Rahmen der Holzauflagen für die Sitzbank festgetackert. In den oberen Abschluß wurde eine Tasche zur Aufnahme der Halteleine eingenäht.
Die Halteleine ist am Fußende mit einem kleinen Karabinerhaken versehen. Normalerweise liegt das Leesegel unter dem Polster der Sitzbank, immer einsatzbereit, stört aber nicht. Bei Bedarf wird nun einfach der Karabinerhaken in den U-Bolzen am Fußende eingeklickt und die Leine am Kopfende durch den dortigen U-Bolzen geführt.
Jetzt kann man sich bequem in die Koje legen, führt die Leine in die Curryklemme ein und zieht Diese dann entsprechend stramm. Das Leesegel erfüllt jetzt voll und ganz seine Funktion.

Vor dem Verlassen der Koje genügt ein kleiner Ruck am Ende der Leine, diese springt dann aus der Klemme und das Leesegel ist wieder frei. Das ist besonders wichtig wenn es mal schnell gehen muß! Kein kompliziertes Hantieren mit Knoten oder sonstigen Befestigungen des Leesegels. Ein-und Aussteigen sind so bequem und einfach wie möglich!

Auf unserer Yacht STURMVOGEL, hat sich diese Lösung bis heute bestens bewährt. Die gesamte, unproblematische Installation konnte mit Bordmitteln durchgeführt werden.

Viel Erfolg beim Nachahmen wünscht

Skipper Norbert"

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