Trick-Siebzehn an Bord (47)


Lebensdauer der Luken verlängern

Ausprobiert auf der THALASSA

 

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Luken auf unseren Yachten ein paar Jahrzehnte ihren Dienst so verrichten, wie sie es sollten. Das heißt, dass sie uns vor Wasser, einigermaßen vor Licht schützen, aber auch den Blick nach draußen freigeben. In den kälteren Gegenden kommen sie auch ihren Pflichten ganz gut nach, jedenfalls, wenn man sie mit Luken aus den 70er und 80er Jahren vergleicht, aber in den Tropen schaut es mit der Lichtdurchlässigkeit häufig nicht mehr gut aus.

Meist sind in den Gegenden, wo die Sonne das Acryl unbarmherzig tagaus, tagein mit UV-Strahlen beschießt, die Lukenscheiben kaum mehr blickdurchlässig, weil sie - unter der Lupe betrachtet - von hunderten Sprüngen durchzogen sind. Das tut zwar der Festigkeit kaum Abbruch, aber es sieht halt nicht mehr gut aus und macht die einst so strahlend schöne Yacht unansehnlich. So lässt sich das Lebensalter einer Kunststoffyacht ganz gut an der fehlenden Durchsichtigkeit der Kunststoffscheiben der Luken ablesen.

Allein verantwortlich für dieses Schönheitsfehler ist die zerstörerische Kraft der Sonnenstrahlen, ins besondere des in ihnen enthaltenen Ultraviolett-Anteils. Und dagegen lässt sich was tun:

Vor genau sechs Jahren hat mir in der Türkei, wo die Sonne im Sommer ja nahezu immer ungehindert von Wolken ganztägig herunterbrent, ein Segler den Tipp gegeben, die Lukenscheiben mit Segeltuch abzudecken. Aus Segelstoff waren die Stoffüberzüge leicht herzustellen.

Seit dieser Zeit sind alle Luken auf unserer THALASSA abgedeckt. Dass man deshalb nicht mehr durchblicken kann, stört nicht, denn diese Art von Luken haben ja die Aufgabe, Wind und Luft ins Innere zu lassen, beziehungsweise das Wasser abzuhalten. Und dieser Funktion kommen sie mit und ohne Überzüge nach. Ansonsten gab es keine Beeinträchtigung der Funktionen der Luken.

Das Ergebnis nach 6 Jahren kann sich sehen lassen. Die Scheiben sehen auch bei näherer Betrachtung wie neu aus.

Ein wenig Lehrgeld wurde zu Beginn gezahlt, als die vorderen Lukenabdeckungen vom überkommenden Wasser mitgeschwemmt wurden. Aber das wurde anschließend leicht vermieden, indem die Schnur im Stoffsaum ein bisschen enger gezogen wurde. Das war's.

Selbstverständlich könnte man nach all diesen Jahren unansehnlich gewordene Scheiben austauschen. Aber man rechne sich den Aufwand bei über 20 Luken mal durch! Und ob sie dann, wie bisher, wieder wasserdicht sind, das ist eine ganz andere Frage.

 

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