Helfen Datteln gegen die Seekrankheit?

An der  Spitze in der Statistik für diese Webseiten stehen die Artikel über die Seekrankheit als die meistgelesenen. Die Seite Seekrankheit wurde bisher fast 40 tausend Mal angeklickt,; das entspricht der Käuferzahl einer sehr großen Segelzeitschrift. Die durchschnittliche Verweildauer, das ist die Zeit, in der sich ein Besucher auf der Seite aufhält, liegt bei über sechs Minuten, was beweist, dass die Zeilen recht sorgfältig gelesen worden sind. Das lässt den Schluss zu, dass das Thema Seekrankheit nahezu das größte Problem ist, das dem Segler oder Motorbootfahrer bei der Ausübung seines Hobbies zu schaffen macht. Und nicht wenige haben es aufgegeben, gegen diese Krankheit - und das ist eine –anzukämpfen; sie haben ihre Yacht wieder verkauft.

Der oftmals vergebliche Kampf zeigt, dass es kein Patentrezept dagegen gibt, von der Reisekrankheit eingeholt zu werden. Trotzdem sind unzählige Methoden zur Bekämpfung schon propagiert worden, angefangen vom Beutel mit Ingwer auf der Brust, was bereits im Altertum empfohlen wurde, über die Nadel-Akupunktur am Ohr, Seekrankheits-Brillen, größere Mengen Ascorbinsäure, und natürlich die Chemie mit einer ganzen Kompanie von Spezial-Medikamenten. Und einem

Armband mit Knopf, das zum Beispiel Besucher Peter Wurm mit den Worten kommentiert:
"meine Reise vom Süden der Insel Sumatra bis in den Norden mit einem Bus, voll von Menschen und bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wäre nicht möglich gewesen, hätte ich nicht meine Handgelenke mit dem Akupunkturband versorgt. Ich hatte keinerlei Probleme....Ich schwöre auf die Handgelenksbänder - als Segler haben sie mir immer geholfen."

Zu all diesen Methoden gibt es jede Menge Erfolgsmeldungen, aber auch "nie-wieder"-Berichte.

Was beweist, dass die psychische Komponente zwar nicht die alleinige Rolle spielt, aber sicher Einfluß auf den Verlauf eines Törns hat.
Von der Besucherin meiner Webseite, Regina Vanselow, habe ich den Tip bekommen, es mal mit Datteln zu versuchen. Das war mal wirklich was Neues. Zunächst dachte ich an einen Scherz, aber bei telefonischer Kontaktaufnahme konnte ich mich von der Ernsthaftigkeit dieses Mails überzeugen. Deshalb meine Ermutigung an die ewig Geplagten, es mit Reginas Rezept zu versuchen. Immerhin kostet das "Heilmittel" nur ein paar Cents und schadet der Gesundheit nicht – im Gegensatz zu so manchen Medikamenten, die doch tief in Gehirnvorgänge eingreifen.

An Erfolgs- oder auch Misserfolgs-Berichten sind wir alle interessiert, also bitte melden!

Hier also das Mail von Regina Vanselow:

"Sehr geehrter Herr Schenk,
da Sie offenbar ein Herz für Seekranke haben, möchte ich Sie bitten, zur Verbreitung der meiner Meinung nach wirksamsten und schonendsten Methode der Seekrankheitstherapie beizutragen.

Vor einigen Jahren gab es einen ZDF-Beitrag über antike Seefahrer-Völker. Darin kam als winzige Randbemerkung vor, daß Araber und Nordafrikaner immer einen Beutel mit Datteln gegen Seekrankheit dabei hatten. Ich selber bin von dem Problem auch betroffen und habe die Methode ausprobiert. Bisher bewährt hat es sich auf einem mittelgroßen Kreuzfahrt-Schiff (immerhin auf einer tagelangen Fahrt durch den Indischen Ozean) und einem größeren Sportboot an einem sehr wackeligen Liegeplatz direkt neben einem Fähranleger. Das sind zwar keine echten Härtetest-Bedingungen, würden aber bei mir ausreichen, um den Magen komplett auf links zu krempeln.

Mit Hilfe der Datteln hat es bei mir funktioniert, die deutlich spürbar im Anflug befindliche Seekrankheit vollständig wieder wegzudrücken und zwar ohne die häßlichen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Mundtrockenheit etc. Genauer gesagt: ich habe überhaupt keine Nebenwirkungen feststellen können. Anfangs hatte ich große Bedenken, daß das klappt, weil die Vorstellung etwas Süßes zu mir zu nehmen, wenn ein Unwohlsein bereits spürbar ist, ziemlich abschreckend war. Trotzdem hat es immer wieder gut funktioniert. Die Wirkung hält leider nicht sehr lange an, wobei ich es nicht schlimm finde, immer mal wieder ein paar Datteln naschen zu müssen.

Seltsamerweise finde ich bisher nirgends einen Hinweis auf Datteln als "Bio-Reisetabletten" und schaue immer wieder in ungläubige Gesichter, da die Vorstellung etwas Süßes könne gegen Übelkeit wirken, anscheinend als völlig absurd gilt.

Mit freundlichen Grüßen"

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