Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(104)


ARRYA

Schiffsname: ARRYA

Tim Hund (Skipper, rechts)und Vincent Goyman (Crew, links)
 Berufe:  Influenzer - Die Segeljungs
 Nationalität:  Deutsche aus Bad Tölz

Schiffstyp und Größe:

LOA: 17,3m Beam: 4,8m Draft: 2,8m Weight: 26 Tons Flag: German Build in: 1990 Material: Aluminium Engine power: 180HP Engine brand: Volvo Penta Registration Nr: DGUM2 Call sign: LR0389 MMSI: 269109530

Route der Weltumsegelung:

Start im Oktober 2019, dann über Mallorca, Almerimar Gibraltar auf die Kanaren. 17 Tage Atlantiküberquerung nach Barbados. Kleine Antillen bis Curacao. 3 Monate Corona Lockdown und dann segeln nach Panama. Durch den Panamakanal und dann im Pazifik 17 Tage nach Norden bis Mexiko. 8 Monate in Mexiko und anschließende 17 Tage nach Nuku Hiva. 7 Monate in Französisch Polynesien. 40 Tage Segeln nach Indonesien. 6 Monate in Indonesien und dann weiter nach Singapur, Malaysia und Sri Lanka. Von dort ging es auf die Malediven und weiter nach Socotra und durch den Golf von Aden nach Djibouti. Nach 3 Wochen in Djibouti ging es non-Stop nach Suez in Ägypten und durch den Suez Kanal. Im Mittelmeer waren wir noch in Griechenland, Italien, Malta und Frankreich. Unser Routen haben wir vor Marseille in Südfrankreich gekreuzt.

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Ward Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff gewesen?

a) Insgesamt hätten wir uns kein besseres Schiff wünschen können. Die ARRYA hat uns selbst in kritischen Situationen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Sie ist schnell, stabil und robust.
b)
Natürlich ist immer Luft nach oben. Für die nächste Weltumsegelung wäre ein fliegendes Boot ideal!!

2) Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Unsere Ausgaben sind parallel zu unseren Einnahmen gestiegen. in vier Jahren auf knapp über 90.000€. Davon haben wir ca 20% für uns persönlich aufgewendet

b) Geschätzt haben wir etwa 80% unserer Ausgaben in das Boot investiert, das summiert sich in vier Jahren auf knapp über 90.000€. Dazu zählen jährliche Versicherungen, Instandhaltung der Lackierung, Motor- und Elektronikreparaturen sowie Verbesserungen im Innenraum und Cockpit, unter anderem.

3) 

a) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich gut bewährt?

a) Solarpaneele sind ein Segen. In den vier Jahren haben wir das Boot nie ans Landstromnetz angeschlossen. Wir hätten sogar mehr installiert, wenn es möglich wäre. Der Windgenerator war jedoch eine Enttäuschung und ist nicht zu empfehlen. Ansonsten hat sich ein leistungsfähiger Autopilot bewährt, und ein Sitzsack für die Nachtwache hilft gegen Rückenschmerzen.

b) welche machten Ärger?

AGM Batterien, Dieselmotor und uns ist der Oxley (Leichtwindsegel) mal gerissen. Wir haben auch über 5 Kameras, 3 Drohnen und 2 Laptops kaputt gemacht.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Ein Dinghikran wäre eine enorme Erleichterung. Zudem versagte unser Wassermacher ab Mexiko. Manchmal wünscht man sich auch eine Klimaanlage, aber es geht auch ohne.

5) Welche Versicherungen hattet Ihr a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) Krankenversicherung

b) Das Boot war stets Vollkasko-versichert über Pantaenius, was nicht gerade günstig ist. Wir hatten eine Auslandskrankenversicherung bei HanseMerkur, die relativ preiswert und effektiv war. Die Krankenversicherungen haben wir allerdings nur ein oder zwei Mal in Anspruch genommen; im Nachhinein betrachtet waren beide Versicherungen rausgeschmissenes Geld.

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Das ist nicht einfach zu beantworten. Es gibt viele wunderschöne Plätze, die jeweils auf ihre eigene Art beeindruckend sind. Wenn wir jedoch die drei besten Länder wählen müssten, wären das Marokko, Mexiko und Indonesien.

b) Das schlechteste Land war Djibouti.

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Erwartungen sind immer schwierig zu erfüllen. Ich habe Dinge erlebt und gelernt, die ich mir zuvor nicht hätte vorstellen können. In dem Sinne wurden meine Erwartungen übertroffen.

8) Was würdet Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Mit dem Wissen von heute würden wir natürlich vieles anders angehen. Eine konkrete Änderung wäre die Route; wir würden uns mehr Zeit lassen und auch abseits der bekannten Routen segeln.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Motorreparatur in Djibouti, ein Sturm nach 20 Tagen im Pazifik, beinahe ein Blitzschlag vor Costa Rica und Korallenbleiche in Indonesien.

10) Wie geht Euer Leben weiter?

Als nächstes geht es zurück an Land. Wir planen einen Film über unsere Reise und möchten unsere Erfahrungen teilen. Ich (Tim) würde gerne einmal in einer Großstadt leben, da ich das noch nie erlebt habe. Wir freuen uns auch auf ein stabiles soziales Umfeld, das uns während der Reise am meisten gefehlt hat.

zur Home-Page

Page by Bobby Schenk
E-Mail: mail@bobbyschenk.de

Impressum und Datenschutzerklärung